Meine Geschichte

Ich bin 35 Jahre alt und seit 2006 mit meiner Frau Siw verheiratet. Seit 2000 bin ich bei der bayerischen Polizei.

2010 habe ich mich im Rahmen eines Auswahlverfahrens zum Hubschrauberführer flugmedizinisch untersuchen lassen. Hierbei stellten die Ärzte einen ca. 3 cm großen Tumor im Rückenmarkskanal meiner Wirbelsäule fest.

Diese Nachricht traf meine Frau und mich sehr unerwartet, da ich zu diesem Zeitpunkt keinerlei Beschwerden hatte.

Nach einem halben Jahr Bedenkzeit und unzähligen Arztbesuchen entschlossen wir uns auf den Rat der Ärzte zu hören und den Tumor operativ entfernen zu lassen.

Am 11.02.2011 wurde ich in München operiert. Nach der 6-stündigen Operation wachte ich mit einer schweren inkompletten Querschnittlähmung aus der Narkose auf. Bei der Entfernung des Tumors wurden die Nerven in meinem Rückenmark beschädigt.

Einen Monat lang lag ich im Münchner Klinikum. Anfangs konnte ich weder sitzen, noch mich selbst versorgen.

Im März wurde ich in die Fachklinik Herzogenaurach verlegt, in der ich weitere 6 Monate untergebracht war.

Nach und nach lernte ich mit meinen tauben Beinen umzugehen und war dank Rollstuhl recht schnell mobil.

Im Sommer 2011 schaffte ich erste Schritte mit Gehhilfen und konnte das Klinikum ohne Rollstuhl verlassen.

Noch im September 2011 bat ich meinen Chef mich im Innendienst einzusetzen. Seit diesem Zeitpunkt arbeite ich wieder Vollzeit bei der Polizei. Mittlerweile komme ich mit meiner Schwerbehinderung gut zu recht, habe mich an meine tauben Beine gewöhnt und kann mich ohne Gehhilfen fortbewegen.


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